Auf dieser Seite finden Sie die Abschriften der in Kurrentschrift verfassten Chroniken und Protokolle der Vereinsgeschichte.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich beim Übersetzer Elmar Kalb – ehemaliger Haselstauder, wohnhaft in Schlins – sehr herzlich bedanken, der in ungezählten Stunden die Schriften in die uns geläufige Lateinische Schrift übersetzte.
Bemerkungen des Übersetzers zu den drei Büchern:
Von den ersten 100 Jahren der Chronik ist die Zeit von 1906 bis 1921 annähernd laufend verfasst worden. Einzelne Eintragungen sind auch in dieser Zeit später gemacht worden. Die anderen Aufzeichnungen (1850 – 1906 und 1921 – 1951) sind aus den Erinnerungen aktiver Musikanten entstanden. Die Chronik ist unter Berücksichtigung dieser Tatsachen zu lesen.
In der Sitzung vom 16. Mai 1905 (also nach 55-jährigem Bestand) wird die Gründung einer Vereinschronik angeregt. (siehe Seite 11)
In der Ausschusssitzung vom 29. September 1906 übergibt Herr Franz. J.Kalb die gesammelten Daten für die anzulegende Vereins-Chronik dem Obmann mit der Bitte, die Zusammenstellung der Chronik an einen anderen Herren zu übertragen.
Herr Schulleiter Martin erklärt sich, trotzdem er mit Arbeit überhäuft war, bereit die Arbeit zu übernehmen und schon in der folgenden Generalversammlung am 2. Februar 1907 bringt er die zusammengestellte Chronik zu Verlesung und erntet dafür die Anerkennung der Versammlung. (siehe Seite 12 ff.)
Obwohl in den Protokollen anfangs der 20er Jahre Chronisten angeführt sind, wurden deren Aufzeichnungen nicht in dieses Buch übertragen.
Die Chronik für die Jahre von 1921 bis 1952 hat Eduard Hafner im Jahre 1952 erstellt. Er schreibt: „Es ist sehr schwer nach 31 Jahren die alten Vorkommnisse zusammenzustellen“ (siehe Seite 28). Herr Hafner war zu der Zeit allerdings schon mindestens 29 Jahre aktiver Musikant. (Silbernes Ehrenzeichen im Jahre 1948)
Die Jahresberichte geben schon etwas näher Auskunft über das Vereinsgeschehen der Jahre 1903 bis 1937. Sie sind laufend verfasst und haben unterschiedliche Schwerpunkte. Auch die finanziellen Angelegenheiten sind dabei berücksichtigt.
Weitere Details der Vereinsgeschichte können durch Querverbindungen zum Protokollbuch hergestellt werden.
Das Auf und Ab des Vereines ist dort aktuell, nicht mit zeitlicher Verzögerung, festgehalten. Die Stimmungsschwankungen sind deshalb deutlicher spürbar als in der Chronik und den Jahresberichten. Die Kürze und Gleichmäßigkeit der Niederschriften anfangs der 30er Jahre mahnt zur Vorsicht beim Lesen. Sie könnten auch später (eventuell gekürzt) nachgetragen worden sein.
Wer die Geschichte der ersten 100 Jahre (soweit es Aufzeichnungen gibt) überblicken will, kommt nach meinem Ermessen um die Verbindung der drei Büchern nicht herum.
Wie es zu diesen „Abschriften“ kam:
Alte Dokumente von Vereinen liegen oft ohne besondere Beachtung im Archiv oder bei Funktionären. Auf der einen Seite wäre eine sorgsamere Verwahrung wichtig, auf der anderen Seite soll der Inhalt jederzeit zugänglich sein.
Die Haselstauder Musik hat drei Bücher, die über die Jahre 1850 bis 1951 Informationen enthalten. Es sind dies die Chronik 1850 bis 1951, die Jahresberichte 1903 bis 1935 und das Protokollbuch 1902 bis 1937.
Diese Bücher sind nicht nur wertvolle Dokumente des Musikvereines, sondern mit vielen kleinen Details auch ein Stück Haselstauder Geschichte. Aus diesen Gründen sollte ihr Inhalt nicht in Vergessenheit geraten.
Im Frühjahr 2009 hat mich der Chronist Markus Kalb gebeten, das erste Buch der Chronik (bis 1951) und das Buch mit den Jahresberichten (1904 – 1937) des Musikvereines Haselstauden auf PC zu übernehmen. Beide Bücher sind großteils in Kurrentschrift geschrieben und in wenigen Jahren nur noch von Fachleuten lesbar. Ich habe dieser Bitte gerne entsprochen, weil damit erstens ein Stück Haselstauder Geschichte und längst verstorbener Bewohner in Erinnerung gerufen wurde und zweitens weil ich meine Frau bei einem Fest der Haselstauder Musik im Jahr 1955 kennen gelernt habe.
Im Laufe des Sommers 2009 habe ich mit Unterstützung von Sabrina Kalb, Daniela Kalb und Vroni Kalb (Familie des Chronisten Markus Kalb) mich auch über das Protokollbuch gemacht. Dieses Buch zeigt von der Optik her in besonderer Form den Wandel und die Vermischung der Schriften.
Diese nun vorliegenden Unterlagen sind nur ein Arbeitsbehelf für interessierte Mitglieder. Deshalb wurde auch auf ein Lektorat verzichtet. Professionellen Ansprüchen können nur die Originale entsprechen.
Bei der Chronik und den Jahresberichten habe ich mich weitestgehend an die überlieferte Schreibweise gehalten. Beim Protokollbuch bin ich davon abgegangen und habe zugunsten der leichteren Lesbarkeit großteils die derzeit übliche Rechtschreibung verwendet.
Alle, die sich mit diesen Unterlagen beschäftigen, interessieren sich für die Vergangenheit; sie ist wechselhaft, macht manchmal nachdenklich, regt zwischendurch jedoch auch zum Schmunzeln an.
Mein Wunsch ist, dass das bewältigte Auf und Ab in den ersten 100 Jahren des Vereines den Mitgliedern und besonders den Funktionären Grundlage für neues Schaffen sein möge.
Schlins, im September 2009 Elmar Kalb
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